Alle freuen sich über das gelungene Insta-Praktikum bei Elkamet. Von links: Nico Kunz, Ralf Schmidt, Nastassja Schmidt, Quentin Lupp, Michael Parsch, Antje Achenbach, Dr. Philipp Nimmermann, Michael Honndorf, Hilke Smit-Schädla, Jannis Lehmich und Harald Parzinski. 
Alle freuen sich über das gelungene Insta-Praktikum bei Elkamet. Von links: Nico Kunz, Ralf Schmidt, Nastassja Schmidt, Quentin Lupp, Michael Parsch, Antje Achenbach, Dr. Philipp Nimmermann, Michael Honndorf, Hilke Smit-Schädla, Jannis Lehmich und Harald Parzinski.
27.03.2019

Elkamet übernimmt Vorreiterrolle bei Insta-Praktikum

Staatssekretär Dr. Nimmermann informiert sich über Projektverlauf in Biedenkopf

Hoher Besuch bei Elkamet: Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann schaute sich die ersten Ergebnisse der neuen Kampagne des Landes Hessen „Von A zu B – Mach deinen Weg“ an. Diese lässt Schüler in sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen während eines Betriebspraktikums berichten. Der Biedenkopfer Kunststoffspezialist übernimmt dabei eine Vorreiterrolle: Als erster von 15 teilnehmenden Betrieben in Hessen setzte Elkamet das sogenannte Instagram-Praktikum in der Praxis um.

Im Mittelpunkt des Unternehmensbesuchs standen am Freitagmorgen die beiden Praktikanten Nico Kunz und Quentin Lupp, die sich zwei Wochen lang den Beruf des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik angeschaut hatten. Mit ihren neuen Smartphones, die sie eigens für ihr Praktikum zur Verfügung gestellt bekommen hatten, filmten und dokumentierten sie täglich, was sie bei Elkamet erlebten. Die Werbeagentur Schaller und Partner brachte das Material in Form, bevor es über die sozialen Medien Instagram, youtube, facebook und auf der eigens für die Kampagne eingerichteten Internetseite www.dualeausbildung.de verbreitet wurde. 

Geschäftsführer Michael Parsch begrüßte den Besuch aus Wiesbaden, der sich einen ersten Eindruck vom Verlauf der Kampagne verschaffen wollte. Ziel der Aktion ist es, Schüler für die Ausbildung zu interessieren, begreiflich zu machen, welche Chancen darin und auch in einem Praktikum liegen. „Die Idee dazu kam von der Landesregierung“, erklärt Harald Parzinski vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, das das 760.000 Euro schwere Projekt als Kooperationspartner koordinierte. Das Bildungswerk machte die Erfahrung: Anschauen wollen die Jugendlichen sich solche Videoclips gerne, sich selbst zeigen dagegen fällt manchem schwer.

Quentin und Nico haben sich getraut und fanden ihr Praktikum dadurch echt spannend. Sie wurden bei Elkamet durch alle Abteilungen geschleust. „Obwohl es für uns in der Vorreiterrolle ein recht großer Aufwand war, halten wir diesen Schritt für wichtig“, erklärte Ausbildungsleiter Ralf Schmidt. „Wir müssen die Jugendlichen dort abholen, wo sie sich bewegen – und das sind nun mal die sozialen Medien“. Ausbildung, so machte Schmidt deutlich, habe bei Elkamet immer Priorität.

Auch Michael Honndorf ist von dem Projekt überzeugt: „So werden unsere Ausbildungsmöglichkeiten praxisnah und authentisch von Jugendlichen präsentiert“, sagte der Personalleiter. Auf detaillierte, fachspezifische Inhalte in der Darstellung des Unternehmens verzichtet die Aktion bewusst, macht Parzinski deutlich. Man setze noch einen Schritt weiter vorne an. Es gehe darum, die Schüler zum Klicken zu bewegen. Das scheint zu gelingen. Rund 1,9 Millionen Klicks hatte die Aktion, seit sie vor einem halben Jahr online ging.

Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann betonte, dass das Land Hessen mit diesem Schritt auf die vielfältigen Möglichkeiten der dualen Ausbildung aufmerksam machen will. Bei einem Rundgang durch Betrieb und Lehrwerkstatt gewann er Einblicke in das Produktportfolio des Kunststoffspezialisten, der weltweit 1200 Mitarbeiter beschäftigt und zeigte sich beeindruckt.

Auch mit Quentin und Nico kam Nimmermann ins Gespräch. „Danke für euren Mut“, sagte er. „Ihr habt die vielen Facetten einer Ausbildung für viele andere Schülerinnen und Schüler spannend dargestellt. Damit seid ihr wichtige Botschafter für die duale Berufsausbildung“, lobte der Staatssekretär. Nico und Quentin fanden’s cool. Beide sind sich einig: „Verfahrenstechnik - das würden wir später gerne einmal machen“.